Glossar

Von A bis Z: Die nachfolgenden Begriffe spielen beim Coaching wichtige Rollen. Es liegt mir viel daran, sie zumindest grob zu beschreiben, denn oftmals kursieren sehr unterschiedliche Erklärungen für ein und dasselbe Wort. Bis auf die explizit genannten Quellen handelt es sich dabei um meine ganz persönlichen Beschreibungen.

 
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Achtsamkeit

Wie geht es gerade in diesem Moment Ihrem rechten Ohrläppchen? Und Ihr linker kleiner Zeh, wie fühlt der sich jetzt? Der Begriff "Achtsamkeit" wird seit einigen Jahren oft strapaziert und für vieles synonym verwendet. Ist dies dasselbe wie Meditation? Oder bestehen Unterschiede?

 

Mit allen Sinnen und klarem Bewusstsein in genau diesem Augenblick, im →Hier und Jetzt zu sein: das ist Achtsamkeit. Durch eine solche vollständige Präsenz sowohl im Innen als auch im Außen wirklich wahrzunehmen, was in einem selbst und auch in der direkten Umwelt geschieht – und das idealerweise, ohne etwas davon zu bewerten. Alles darf in diesem Moment genau so sein, wie es ist. Achtsamkeit lässt sich lernen und trainieren.

Dazu muss man keineswegs mit verkreuzten Beinen und eingehüllt von Räucherstäbchen in vollkommener Stille meditieren. Es reicht, wenn man sich für einige Zeit mit all seinen Sinnen komplett und voller Bewusstsein in der gegenwärtigen Situation befindet, das ist schon herausfordernd genug. So viele Ablenkungen, ein blinkendes Smartphone, eine neue E-Mail ... und dann auch noch all diese vielen →Gedanken! Achtsamkeit kann sehr dabei helfen, sich zu sammeln, Klarheit und Ruhe in das Theater oder Orchester im eigenen Kopf zu bekommen, nicht “gedankenverloren”, sondern ganz bei Sinnen.

Und auch im Businesskontext ist beispielsweise “Mindful Leadership” eine sinnvolle Fähigkeit. Wenn man sich selbst und andere Menschen führen möchte, hilft es sehr, wenn man voll & ganz bei sich ist – genau im →Hier und Jetzt. Um Entscheidungen wirklich bewusst zu treffen.

 

Affirmation

Hierunter werden positive →Glaubenssätze und (Auto-)Suggestionen verstanden, die im →Coaching und →Selbstmanagement eingesetzt werden können, um einschränkende Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen und hilfreiche Einstellungen für sich selbst zu verankern. Wichtig dabei ist, dass diese Sätze klar, einfach und verständlich formuliert und möglichst in der Ich-Form beschrieben werden. Eine positive Grundhaltung und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und →Ressourcen zur Veränderung sind hierbei ebenfalls sehr entscheidend. Darüber hinaus ist auch die Frage maßgeblich, ob sich die hinter der Affirmation liegenden Ziele im Bereich der eigenen →Selbstwirksamkeit bewegen.

 

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Anhaften

Ob es sich um bestimmte Statussymbole, Gewohnheiten, Menschen oder gerne auch Probleme handelt: Immer wieder identifizieren wir uns damit. Ein Problem ist „mein Problem“ und daraus wird bald untrennbar „es gehört zu mir“. „Ich habe in dieser Situation einen Fehler gemacht“ wird zu „ich bin (schon immer oder für immer) ungenügend“. Bewusst oder unbewusst sind wir uns sicher: Wir können nicht mehr ohne. Doch wir können uns davon lösen, wenn wir aufhören, uns mit diesen Dingen, Themen oder Emotionen zu identifizieren.

 

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Ankern

Mit allen Sinnen genießen. Das können Sie. Das können Sie vor allem dann sehr gut, wenn Sie sich an einen Moment erinnern, als Sie sich erfüllt von Zufriedenheit, voller Selbstbestimmung und frei von Ärger oder Ängsten gefühlt haben. Und diesen Zustand gilt es fest in Ihnen zu verankern, mit allen Sinnen, die Sie haben.

Mit der Methode des Ankerns können positive Zustände und die dazugehörigen Emotionen abgespeichert und vor allem bewusst wieder hervorgerufen werden.

 

Dieser Effekt kann im →Coaching eingesetzt werden, wird auch beim →ZRM® sehr stark genutzt und kann außerdem durch Hypnosetechniken verstärkt werden. Insbesondere bei Sportlerinnen und Sportlern als Resultat des →Mentalen Trainings können entsprechende Rituale – beispielsweise kleine Gesten, sogenannte Micro Movements, oder spezielle Musik – immer wieder vor oder während Wettkämpfen beobachtet werden. Auch für den normalen Alltag und das Berufsleben ist der Einsatz solcher Anker möglich.

 

Autogenes Training

Diese Form des →Mentalen Trainings ist eine Entspannungsmethode und wurde 1926 vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz entwickelt. "Autogen" setzt sich aus dem griechischen Begriff auto selbständig und dem lateinischen Wort genero für erzeugen zusammen. Das autogene Training ist eine Form der (Selbst-)Hypnose. Auch wenn es mittlerweile entsprechende Hörbücher, YouTube-Videos oder Soundfiles gibt, war der ursprüngliche Gedanke von Schultz, dass man diese Entspannungsübung wirklich selbst durchführt.

 

Bore-out

Das Syndrom des Burn-outs ist mittlerweile weit bekannt. Bore-out weist erstaunlicherweise viele sehr ähnliche Symptome auf – allerdings liegen die Ursachen dafür augenscheinlich auf der kompletten Gegenseite. Während ein Burn-out meist durch eine persönliche Überlastung im Arbeitskontext entsteht, ist beim Bore-out das Gegenteil der Fall: Unterforderung ist hier ein auslösendes Momentum. Und doch kann auch dies zu einer Form der Überlastung und Erschöpfung führen: Eine gefühlte Leere hinsichtlich der Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit und auch bezüglich der Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten einzubringen, kann zu akuter Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression führen, weitere körperliche Symptome wie Kopf- und Magenschmerzen oder eine erhöhte Infektionsanfälligkeit können uns als Warnsignale dienen.

 

Coach und Coaching

Aus dem Englischen stammend bezeichnet der Begriff „Coach“ ursprünglich einen Kutscher bzw. die Kutsche selbst. Also ein Vehikel resp. den dazugehörigen „Fahrer“, der damit jemanden an seinen gewünschten Zielort befördert. Die Abgrenzung eines Coaches zu einem Therapeuten (der wirklich krankhaftes Verhalten behandelt) oder einem Berater (der sich als den Experten versteht und meist die Lösung selbst erarbeiten soll), ist hier entscheidend. Vielerorts wird zwischen einzelnen „Spezialdisziplinen“ des Coachings unterschieden wie bspw. „Job Coaching“, „Business Coaching“, „Karrierecoaching“, „Life Coaching“, „Gesundheitscoaching“, „Leadership Coaching“ oder auch „Performance Coaching“. Insbesondere im →Systemischen Coaching löst sich solch eine Trennung in einzelne „Disziplinen“ jedoch auf, da bei dieser Herangehensweise alle Lebenssysteme eines Menschen als miteinander verknüpft und nicht voneinander getrennt betrachtet werden.

 

Design Thinking

Design Thinking ist ein Ansatz, der zum Lösen von Problemen und zur Entwicklung neuer Ideen führen soll. Ziel ist dabei, Lösungen zu finden, die aus Anwendersicht (Nutzersicht) überzeugend sind.“ (Quelle: Wikipedia)

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Eigentlich sollte es niemanden verwundern, dass der Anwender bei einem →Innovationsprozess in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt wird. Jedoch ist dies bei erstaunlich vielen Vorgehensweisen nicht explizit der Fall. Entscheidend ist es hierbei, den späteren „User“ (die sogenannte "Persona") so detailliert wie möglich zu beschreiben, insbesondere dessen Kontext (Lebensumstände, Alter, Vorlieben etc.), um später umso besser einschätzen zu können, ob etwas Neues, also ein Produkt oder Service, wirklich zu den konkreten Bedürfnissen der Zielgruppe passt.

 

Der Ablauf im Überblick: Alles beginnt mit dem Verstehen des zugrundeliegenden Problems oder Wunschs der Zielgruppe (Herausforderung). Es folgt das Beobachten der späteren Anwender (Erkenntnis); daraufhin schließt sich die Konkretisierung der Eigenschaften, Sichtweise und Bedürfnisse genau eines spezifischen Anwenders (Persona) an. Nun beginnt die richtig kreative Phase: Ideen werden gesammelt – und zwar möglichst viele, gerne völlig wild und ungewöhnlich. Bei diesem Brainstorming darf jeder (!) Vorschlag gemacht, jede Art von Idee geäußert werden, alles ist erlaubt; vor allem vermeintlich verrückte Gedanken können sich als wertvoll erweisen (Ideenentwicklung). Der nächste Schritt ist die Analyse der vorab erzielten Erkenntnisse sowie die Auswahl der weiter zu verfolgenden Idee oder einer Kombination aus mehreren Ideen (Spezifikation). Danach stehen die Entwicklung oder Visualisierung von Prototypen an, um diese ersten Ideen so anschaulich und im besten Sinne begreifbar wie möglich zu machen (Prototyping). Abgeschlossen wird der Prozess durch das Überprüfen der Passgenauigkeit dieser Prototypen für die Zielgruppe (Testen).

Es gilt hierbei die Devise "fail early": Fehler sind nicht nur erlaubt, sie sollen auch explizit gemacht und dadurch frühstmöglich erkannt werden. Die vorab genannten Schritte werden als Schleifen immer wieder durchlaufen, bis zufriedenstellende Ergebnisse gefunden wurden. Dabei ist spielerisches Verhalten ausdrücklich gewünscht.

Diese Vorgehensweise lässt sich, sowohl für Einzelpersonen wie auch für →Teams, in vielerlei Hinsicht auch auf den Coachingprozess übertragen. Die besondere Herausforderung hierbei besteht darin, dass "Hersteller" und "Anwender" identisch sind.

 

DISG-Modell

Das DISG-Modell (im Englischen: DISC Model) wurde 1928 vom US-amerikanischen Psychologen und Comicautor William Moulton Marston (1893-1947) entwickelt, der übrigens auch Schöpfer der Superheldin Wonder Woman war. Es arbeitet mit vier verschiedenen Grundprioritäten: dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft. Das DISG-Modell kann dabei helfen, zwischenmenschliche Konflikte zu verringern und die Kommunikation zu verbessern.

 

Drama-Dreieck

Dieses Modell ist Bestandteil der →Transaktionsanalyse und beschreibt das Zusammenspiel von drei Rollen: Täter, Opfer und Retter. Dabei kann dieselbe Person nacheinander in mehrere oder sogar alle Rollen schlüpfen. Meist geschieht das unbewusst nach erlernten Verhaltensregeln. Und oftmals werden Menschen ganz ungewollt in dieses Dreieck hineingezogen, genau dies ist einer der dramatischen Aspekte an dieser Konstellation. Ein Opfer braucht einen Täter, um Opfer sein zu können. Ein Retter braucht wiederum ein Opfer, um seine Rolle ausüben zu können, genauso verhält es sich beim Täter. Die Herausforderung besteht darin, dieses Dreieck wieder zu verlassen, nachdem man es einmal betreten hat. 

 

Dualität

Ich und die anderen. Die anderen und ich. Unser Hirn arbeitet in den meisten Bereichen genau so. Rein aus evolutionären Gründen hat es viele Ursachen, dass unser Verstand uns beschützen und zu diesem Zweck auch auf gewisse Weise von der Außenwelt abschirmen und damit davon trennen will. Durch diese seit Millionen Jahren etablierte Vorgehensweise wurde immerhin unser Überleben sichergestellt. Allerdings trennt unser Ego uns dadurch oftmals vollständig von unserer Umwelt. Denn bestimmte Teile unseres Hirns können nur mit Gegensätzen arbeiten. Das bekannte Yin-Yang-Symbol zeigt, dass solche vermeintlichen Oppositionen auch immer wieder vereint werden können.

 

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Egogramm

Das Egogramm ist ein praxisnahes Werkzeug, um seine eigenen Persönlichkeitsanteile selbst zu betrachten. Aufbauend auf dem Prinzip der drei Ich-Zustände aus der →Transaktionsanalyse können damit Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und Kind-Ich und deren jeweilige Ausprägungen – generell oder in spezifischen Situationen – dargestellt werden. (Es wird dabei noch etwas weiter unterteilt: Neben dem Erwachsenen-Ich gibt es ein kritisches und ein fürsorgliches Eltern-Ich sowie ein angepasstes und ein freies Kind-Ich.)

 

EMBODIMENT

Unsere Gedanken haben Einfluss auf unser körperliches Befinden – und auch andersherum. Es existiert ein sehr enges Wechselspiel zwischen Körper, Seele und Psyche. Was viele Völker, Philosophien und beispielsweise Yoga, Qigong & Co. schon lange wussten, ist mittlerweile auch in den Wissenschaften der westlichen Welt angekommen. "Das ist mir auf den Magen geschlagen" oder "da musste ich mit den Zähnen knirschen": Oftmals sagen wir fast schon un(ter)bewusst, was unser Körper längst weiß. Experimente haben beispielsweise auch gezeigt, dass Menschen, die eine warme Tasse in ihren Händen halten, freundlicher zu ihren Mitmenschen sind. Gleichzeitig können wir auch allein schon dadurch unsere Stimmung heben, in dem wir dasselbe für ein bis zwei Minuten mit unseren Mundwinkeln machen. Genauso können wir mit bestimmten unauffälligen Gesten (Micro Movements) gezielt emotionale Zustände als sogenannte →Anker in uns platzieren.

 

Emotionales Erfahrungsgedächtnis (EEG)

Bereits vor unserer Geburt, noch im Mutterleib, fangen bestimmte Teile unseres Gehirns an, emotionale Erfahrungen abzuspeichern. Wie in einem Buchladen kommen dabei häufig genutzte Erfahrungswerte als Bestseller vorne ins Schaufenster, während weniger oft Erlebtes weit hinten als Ladenhüter abgelegt wird. Diese gespeicherten Erfahrungen werden dabei auch bewertet – je nachdem, ob uns ein Erlebnis ein gutes oder schlechtes Ergebnis eingebracht hatte. Dank der → Neuroplastizität unseres Hirns können diese Werte allerdings später wieder verändert werden. In entsprechenden Situationen erkennt unser Un(ter)Bewusstsein negative oder positive Vorerfahrungen im EEG. Die resultierenden Signale werden uns im Sinne von Intuition entweder unspezifisch "als Bauchgefühl" oder gezielter durch → somatische Marker mitgeteilt. Viele dieser Vorgänge laufen mehr oder minder vollständig an unseren bewussten Denkprozessen vorbei.

 

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Emotional Key Performance Indicator (EKPI)

Um seinen eigenen gefühlsmäßigen Zustand messbar zu gestalten, kann es hilfreich sein, sich entsprechende Kriterien und Kennzahlen zu überlegen.

Warum kann das überhaupt sinnvoll sein? In manchen Fällen lohnt sich es für Klientinnen und Klienten, den eigenen Status nicht nur sehr allgemein und übergreifend in „mies“ oder „super" einzustufen, sondern sich zu überlegen, an welchen einzelnen Einflussfaktoren (Un-)Zufriedenheit, (Un-)Wohlsein und auch insgesamt den Erfolg einer Veränderung festgemacht werden können. Der Begriff der Emotional Key Performance Indicators (eKPIs oder emotional KPIs) wurde in direkter Verwandtschaft zur Emotionalen Intelligenz (EQ) entwickelt.

 

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Flow

So kompliziert der Name seines Erfinders (Csíkszentmihályi), so simpel und schön ist der Gedanke dahinter: Flow („Fließen, Strömen“) beschreibt einen Zustand der vollständigen Vertiefung in einer Tätigkeit, sozusagen komplette Hingabe voller Konzentration plus Glücksgefühl.

 

Mihály Csíkszentmihályi, Professor für Psychologie an der University of Chicago, führte im Rahmen einer Studie eine umfangreiche Befragung durch, unter welchen Bedingungen Menschen am glücklichsten sind und ihre beste Leistung erbringen. Dabei begann er bei "Top-Performern" wie Chirurgen und Spitzensportlern. Später erweiterte Csíkszentmihályi diese Studie auch auf „normale Menschen“ aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten. Dieses Flow-Gefühl spielt insbesondere beim →Ankern und dem →Mentalen Training eine wichtige Rolle.

 

Gedanken

"Was in unserem Gehirn vorgeht, können wir mit unserem Verstand größtenteils weder kontrollieren noch verstehen." (Timothy Ferris, Wissenschaftsjournalist und ehem. Herausgeber des Rolling Stone Magazine)

Unsere Gedanken sind in großem Maß die Ursachen für unser Glück oder Unglück. Daher liegt die Herausforderung darin, diejenigen zu identifizieren und zu pflegen, die uns Freude und Zufriedenheit schenken, und jene zu erkennen und zu vermeiden, die uns Leid bereiten. Durch →Achtsamkeit kann man lernen, sich dieser Gedanken bewusst zu werden.

Ein Gedanke ist nur ein Gedanke, aber keine Tatsache. Wir lassen uns so häufig von unseren Gedanken "gefangennehmen" und vergessen dabei, dass unser Gehirn eigentlich nur eins von vielen Werkzeugen ist, die uns zur Verfügung stehen und im Leben helfen sollen. Würden wir all unseren anderen Organe auch nur halb so viel Aufmerksamkeit widmen wie den durchschnittlich 1.400 Gramm hinter unserer Stirn, so würde sich unser Leben in vielerlei Hinsicht anders und vor allem weitaus entspannter gestalten. Doch immer wieder lassen wir uns von unseren Gedanken in Anspruch nehmen – selbst wenn sie uns schaden.

 
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Denkpause gefällig?

Wir haben täglich ca. 60.000 „Gedankenbewegungen“. Wie viele dieser Gedanken denken wir bewusst – und wie viele "passieren" uns einfach? Und wie häufig gönnen wir unserem Verstand auch mal eine Pause?

 

Gefühle und Emotionen

Dies ist ein breites Feld, zu dem es Unmengen von Modellen und Erklärungsmustern gibt. Mir persönlich gefällt die Sichtweise sehr, dass Freude, Liebe und Dankbarkeit die natürlichen Gefühle sind, mit denen wir auf die Welt kommen. Und dass andere Emotionen wie Angst, Enttäuschung, Sorgen, Traurigkeit, Aggression oder Wut „lediglich“ das Ergebnis unserer eigenen →Gedanken sind. Das bedeutet keineswegs, dass diese Empfindungen nur eingebildet wären. Aber es heißt, dass wir sie bewusst beobachten, in einem hohen Maß kontrollieren und auch im guten Sinn auflösen können.

 

Glaubenssätze

Sehr häufig kleben wir an bestimmten →Gedanken, Denk- und Verhaltensmustern fest. Wir machen uns dadurch immer wieder zu Sklaven von Vorstellungen, die wir von uns selbst haben oder die andere (vermutlich, vermeintlich) von uns haben (könnten). „Ich muss erfolgreich sein! (Damit ...)“ oder „Ich muss von allen gemocht werden! (Sonst ...)“ Das sind Beispiele für einschränkende Glaubenssätze, die sich meist schon sehr früh in der Kindheit in uns festgesetzt haben, nach denen wir später in ganz unterschiedlichen Kontexten immer wieder handeln und sie als fix, gegeben und unwiderruflich betrachten. Oftmals sind diese Gedanken ein wertvoller Ansatzpunkt für positive Veränderungen. Positive Glaubenssätze wiederum werden als →Affirmationen bezeichnet.

 

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Hier und Jetzt

Wie häufig sind Sie im Hier und Jetzt? Nur genau hier an diesem Ort und ausschließlich genau jetzt in diesem Moment können Sie jedoch glücklich sein. Oder etwas verändern. Ihre Entscheidung.

 

Können Sie die Vergangenheit ändern? Vermutlich nur, wenn Sie eine dieser schicken Zeitmaschinen besitzen. Und die Zukunft? Selbe Antwort. Und doch befinden wir uns gedanklich dermaßen oft in der Vergangenheit oder Zukunft, klären Dinge von vorgestern, ärgern uns über längst Vergangenes, machen uns Sorgen zum Übermorgen und führen innere Dialoge über Dinge, die zukünftig wahrscheinlich niemals genau so eintreffen werden.

 

Hochsensibilität

Besonderes Feingespür oder akute Dünnhäutigkeit? Mit Hochsensibilität oder Hochsensitivität wird ein Phänomen aus dem Bereich zwischen Psychologie und Neurophysiologie beschrieben, bei dem manche Menschen eine deutlich höhere Empfindsamkeit für Sinnesreize und Emotionen als andere aufweisen. Sowohl die Bandbreite als auch die Tiefe von Wahrnehmungen ist dabei ausgeprägter. Häufig ist es für hochsensible Personen (HSP) nicht einfach, die eigenen Empfindungen von ihrer Wahrnehmung der Stimmungen bei anderen Menschen zu differenzieren. Der Bereich der Hochsensiblität ist bisher nur wenig erforscht. Man geht heute davon aus, dass ca. 15 Prozent der Bevölkerung diese Eigenschaften haben.

 

Holistic Personal Harmony (HPH©)

Unser Körper und Geist sowie auch unser seelischer Zustand sind eng miteinander gekoppelt. Nach dem Prinzip vom gesunden Geist im gesunden Körper und auch im Sinne des →Embodiments geht der Ansatz der Holistic Personal Harmony (HPH©, englisch für "ganzheitlicher persönlicher Einklang") davon aus, dass Sie sich umso wahrscheinlicher mental gut fühlen, wenn sich auch Ihr Körper in guter Verfassung befindet. Und dass sie umso eher körperlich gesund und auch glücklich sind, wenn Sie sich geistig wohl fühlen und möglichst frei von negativen →Gedanken sind.

 
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Bei HPH© geht es keinesfalls um sportliche Höchstleistungen. Falscher Ehrgeiz kann unglaublich kontra­produktiv sein und unser persönliches Wohlbefinden schnell in den Hintergrund drängen. Aber zwischen 0 und 100 gibt es eine ordentliche Bandbreite, in der Sie sich selbst mit einem Mix aus geistiger Arbeit, wertvoller Ernährung und Aktivitäten an der frischen Luft eine wichtige Basis für Ihre Zufriedenheit und Ihr Wohlbefinden schaffen können. Das Ziel von HPH© ist ein friedlicher und gesunder Einklang von Körper, Geist und Seele. Ganz harmonisch eben.

 

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Ikigai

Der japanische Begriff Ikigai existiert bereits seit dem 14. Jahrhundert und bedeutet so viel wie "wofür es sich zu leben lohnt."

Dahinter steckt die Idee, dem eigenen Leben einen ganz persönlichen Sinn zu geben und etwas zu haben, wofür man jeden Morgen gerne und voller Freude aufsteht. Insbesondere auf der Insel Okinawa ist diese Philosophie weit verbreitet. Dort leben – bezogen auf den Bevölkerungsschnitt – weltweit die meisten über hundertjährigen Menschen. Das Ikigai-Prinzip kann im Coaching genutzt werden, um mit dem Klienten genau dies herauszuarbeiten: Wofür lohnt es sich jeden Morgen aufzustehen?

 

Innovation

Zunächst kommt die Invention, also eine neue Idee. Doch erst dann, wenn sich diese Idee auch erfolgreich etabliert hat – als Produkt, Dienstleistung, Vertriebsweg oder Herstellungsverfahren –, spricht man von einer Innovation. Was bedeutet dies nun im →Coaching? Meist steht ein Problem am Anfang eines Coachingprozesses. Daraus wird gemeinsam ein →Ziel erarbeitet, um dieses Problem zu lösen. (Manchmal ist das Ziel auch bereits bekannt.) Darauf aufbauend werden Handlungsoptionen beschrieben, um dieses Ziel zu erreichen. Der nächste Schritt für den Klienten besteht darin, eine dieser Optionen oder eine Kombination daraus bewusst auszuwählen und sie konsequent umzusetzen. Wenn sich das resultierende neue Verhalten erfolgreich etablieren konnte, so ist das für den Klienten gleichbedeutend mit einer Innovation.

 

Intervention

Der Begriff stammt vom Lateinischen „interventio“ und bedeutet ursprünglich „Vermittlung“. Der Duden wiederum beschreibt eine Intervention zusätzlich auch als Einflussnahme, Einmischung, Unterbrechung sowie als Klärung oder Schlichtung. In der Psychologie wird eine Intervention als gezielte und vorab geplante Maßnahme beschrieben, die Störungen präventiv vorbeugen, diese beheben oder deren Auswirkungen im Sinne von Rehabilitation eindämmen soll. Beim Coaching werden unter Interventionen alle Maßnahmen verstanden, die zur Zielerreichung eingesetzt werden.

 

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Johari-Fenster

1955 entwickelten die beiden US-amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham das sogenannte Johari-Fenster, dessen Bezeichnung sich aus den Vornamen der beiden Erfinder zusammensetzt. Dieses Modell bietet einen hilfreichen Blick auf verschiedene Bereiche unseres Selbstbildes und Fremdbildes.

 

In den seltensten Fällen sind diese beiden Bilder vollständig deckungsgleich. Das Johari-Fenster kann dabei helfen, mögliche Abweichungen zu erkennen und insgesamt eine umfangreichere und exaktere Wahrnehmung von uns selbst zu bekommen.

Das Johari-Fenster besteht aus diesen vier Feldern:

1.     Öffentlicher Bereich = mir und anderen bekannt

2.    Geheimer Bereich = mir bekannt und anderen unbekannt

3.    Unbekannter Bereich = mir und anderen unbekannt

4.     Blinder Fleck = anderen bekannt und mir unbekannt

Das Ziel ist es – sofern man am derzeitigen Zustand etwas verändern möchte –, möglichst viele Anteile aus dem unbekannten in den öffentlichen Bereich zu bewegen und gleichzeitig den blinden Fleck für sich selbst besser sichtbar zu machen.

 

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Konstruktivismus

Es gibt nicht die eine einzige (objektive) Realität. Die (individuelle) Wahrheit liegt im Auge und in der Wahrnehmung des Betrachters. Wir alle konstruieren uns die persönliche Realität aufgrund eigener Erfahrungen. Dabei spielt uns das Gehirn auch gerne einen Streich und füllt Erinnerungslücken rückwirkend oftmals "durch irgendwie passende Dinge" aus. Gleichzeitig beeinflusst ein Beobachter das beobachtete System (das belegt die Quantenphysik mittlerweile ganz wissenschaftlich).

Es lässt sich auch sehr simpel formulieren: „Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht hundert Bilder über dasselbe Thema malen.“ (Pablo Picasso)

 

Wir können nicht sicher sein, dass unser Gegenüber die Wiese im selben Grünton wahrnimmt, wie wir selbst. Genauso wie es sein kann, dass dieser andere Mensch vielleicht keine Schokolade mag – obwohl die ja eigentlich jeder mag. Und das gilt ebenso für sehr viele andere "Wahrheiten", denen wir im Leben begegnen. Wenn man sich diese Erkenntnis auch in stressigen Alltagssituationen oder bei emotional geführten Meinungsverschiedenheiten immer wieder vor Augen führt, kann dies zu viel Gelassenheit und Frieden führen. (Das ist wirklich wahr.)

 

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Kopfstandmethode

Die Kopfstandmethode oder Kopfstandtechnik wurde vom englischen Kognitionswissenschaftler Edward de Bono entwickelt und ist sowohl eine Form der Intervention im Coaching als auch ein grundsätzliches Kreativitätswerkzeug. Ganz generell unternimmt man dabei einen radikalen Perspektivwechsel: Wie könnte es komplett anders sein? Was könnten beispielsweise die Kunden bei uns im Laden verkaufen? Wie könnten wir sie möglichst erfolgreich davon abhalten unser Geschäft zu betreten? In Coachingsituationen lohnt sich noch eine andere Perspektive, statt der Frage, wie alles deutlich besser werden kann, heißt es hier: Wie könnte es denn sehr viel schlimmer sein? Was könnten Klient und Klientin tun, damit das Problem noch wesentlich größer wird? Ebenso erstaunlicherweise wie erfreulicherweise können aus genau diesen Betrachtungen sehr wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

 

Limbisches System

Dieser Teil unseres Gehirns wird auch „Säugerhirn“ genannt, weil er aus derjenigen Evolutionsphase stammt, in der sich Säugetiere entwickelt haben. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand werden in diesem Funktionsverbund insbesondere Emotionen und unser Triebverhalten gesteuert, weiterhin erfolgen hier wichtige Aktivitäten im Bereich des Lernens und Erinnerns. Eingehende Informationen von äußeren oder inneren Reizen durchlaufen immer zuerst das limbische System. Jedoch ist dessen genaue funktionale Abgrenzung durchaus umstritten.

 

Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

Die sogenannte lösungsorientierte Kurzzeittherapie (LOKT, engl. SFBT für Solution-focused Brief Therapy) wurde Anfang der 1980er Jahre von den Psychotherapeuten Steve de Shazer und Insoo Kim Berg entwickelt. Bei der LOKT als Form der Gesprächstherapie oder auch im →Coaching wird davon ausgegangen, dass es in bestimmten Situationen hilfreicher ist, sich auf Wünsche, →Ziele und →Ressourcen sowie auf Ausnahmen vom Problem des Klienten / der Klientin zu konzentrieren anstatt auf die Probleme selbst und ihre Entstehung. Es wird also ganz gezielt und lösungsorientiert nach vorne geblickt, nicht zurück in die Vergangenheit.

Weiterhin ist ein zentraler Aspekt bei der LOKT das systemische Verständnis, dass bereits eine geringfügige Verhaltensänderung eines einzelnen Menschen maßgebliche Veränderungen bei allen anderen Beteiligten mit sich bringen kann. Ein wichtiges Werkzeug bei dieser Form der Veränderung ist die sogenannte →Wunderfrage. Insbesondere in der LOKT ist das Verständnis fest verankert, dass jedes Thema oder Problem einer Klientin oder eines Klienten ganz speziell und einzigartig ist, so dass es keine "Patentrezepte" geben kann, die "irgendwie bei allen passen".

 

MBTI® (Myers-Briggs Type indicator)

Dieses Werkzeug zur Einschätzung von Persönlichkeitsausprägungen wurde 1962 von Katharine Cook-Briggs und ihrer Tochter Isabel Briggs-Myers entwickelt. Der MBTI® baut auf Typologisierungen von Carl Gustav Jung auf und betrachtet vier bestimmte Themenbereiche: Motivation, Wahrnehmung bzw. Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und Lebensführung. Je Merkmal gibt es wiederum zwei grundsätzliche Ausprägungsvarianten, so dass bei diesem Werkzeug mit insgesamt 16 verschiedenen Grundtypen von Persönlichkeiten gearbeitet wird. Dabei ist hier entscheidend, dass es sich nicht um „eindeutige Klassifizierungen“ handelt, sondern vielmehr um Neigungen und Präferenzen, die je Kontext und Situation unterschiedlich ausgeprägt sein können.

 

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Mentales Training

Der Begriff "Training" legt die Analogie zum Sport bereits nahe. Auch inhaltlich sind Parallelen und →Metaphern wie das Überwinden von (mentalen) Hürden, das Überschreiten (oder auch Akzeptieren) von Grenzen oder das Bewegen schwerer Gewichte (hier: →Gedanken oder →Glaubenssätze) sofort bei der Hand.

 

Darüber hinaus gibt es viele weitere Ähnlichkeiten mit dem rein körperlichen Aspekt des Sports: Vor Beginn des Trainings gilt es ein →Ziel zu definieren. Sonst trainiert man vielleicht "einfach so drauf los" und stellt hinterher fest, dass man sich eine Menge großer Muskeln aufgebaut hat – dabei wollte man doch eigentlich leichtfüßig einen Marathon laufen. Ebenso wichtig wie beim rein körperlichen Training ist die Erkenntnis, dass sich neue Bewegungsmuster nur einstellen und Muskeln (hier: Fähigkeiten) nur dann wachsen, wenn man sich ausreichend Erholung gönnt. Denn Wachstum findet ausschließlich zwischen den Trainingseinheiten statt.

Mentales Training hat zum Ziel, das Denken und Handeln positiv zu beeinflussen und zu verändern. Dazu gehören beispielsweise Techniken wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Visualisierungsmethoden oder Meditation. Entscheidend ist hierbei, dass neben dem Geist auch der Körper in das Üben mit einbezogen wird. Damit können sich Lernerfolge noch stärker in uns verankern.

 

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Metapher

Damit wird ein sprachliches Stilmittel der Rhetorik beschrieben. Der Begriff der Metapher stammt aus dem Griechischen: „meta“ bedeutet „über“ und „phero“ heißt „tragen“. Durch die rhetorische Figur der Metapher wird also ein Wort oder eine Wortgruppe aus ihrem ursprünglichen Bedeutungszusammenhang auf einen anderen Kontext übertragen. Beispiele sind „das Meer von Blumen“ (das nicht aus Wasser besteht), das Kamel als „Wüstenschiff“ (das nicht im Wasser schwimmt) oder dass jemand „einem anderen das Wasser reichen kann“ (auch wenn dies meist nicht wirklich durch echtes Wasser geschieht). Beim →Coaching kann die Arbeit mit Metaphern insbesondere genutzt werden, um stark in den inneren-visuellen Bereich hineinzugehen und hierüber auch un(ter)bewusste Aspekte im →emotionalen Erfahrungsgedächtnis anzusprechen.

 

Neuroplastizität

Unser Gehirn und damit auch unsere Denk- und Verhaltensmuster sind nicht ab einem bestimmten Alter oder Zeitpunkt „in Stein gemeißelt“. So lange wir lebendig sind, ist auch unser Hirn mit seinen Nervenzellen (Neuronen) veränderbar. Gleichzeitig ist unser Gehirn in der Lage, bestimmte Teile zu regenerieren und ebenso auch neue Verbindungspunkte (Synapsen) zu bilden. Die Voraussetzung hierfür ist Übung und damit verbundenes Lernen.

 

Progressive Muskelentspannung

Diese schnell erlernbare Entspannungsmethode wurde fast zur selben Zeit wie das →autogene Training entwickelt. 1929 hat der US-amerikanische Physiologe Edmund Jacobson die Progressive Muskelentspannung (kurz: PME) vorgestellt. Dabei kann durch konzentriertes Anspannen und anschließendes bewusstes Lösen der Muskulatur eine spürbare Entspannung des Körpers erreicht werden. Auch der Blutdruck, die Atemfrequenz und der Puls können dadurch gesenkt und beruhigt werden.

 

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Reframing

Darunter wird die sprachliche Umformulierung und somit inhaltliche Umdeutung insbesondere von einschränkenden →Glaubenssätzen verstanden. Entscheidend hierbei ist die Fähigkeit für einen Perspektivwechsel, um dadurch die Möglichkeit zur neuen Betrachtung einer Situation und insbesondere zum Aufbrechen von Denk- und Verhaltensmustern zu erlangen.

 

Reinventing Organizations

„Reinventing Organizations“ ist der Titel eines Buches des ehemaligen Unternehmensberaters Frédéric Laloux, das neue Wege der Zusammenarbeit in Unternehmen beschreibt. Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, weil es umfangreiche Ansätze für das →Coaching von →Teams und ganzen Organisationen sowie auch für Einzelpersonen bereithält.

Zu den entscheidenden Veränderungen in der Organisation gehören das „Empowerment“ der Beschäftigten, die Etablierung einer werte­orientierten Unternehmenskultur sowie die nachhaltige Integration der verschiedenen Interessensgruppen. Das klingt gar nicht mal so neu, doch häufig sind diese Aspekte lediglich auf dem Papier resp. „in Powerpoint“ vorhanden. Unter anderem beschreibt Laloux die Geschichte des ehemaligen Krankenpflegers Jos de Blok, der mit seinem Unter­­nehmen „Buurtzorg“ und dem Ansatz sich selbst organisierender Teams das Pflegewesen in den Niederlanden komplett revolutioniert hat. Und das Schöne: Viele Aspekte rund um Empowerment und Selbstbestimmung lassen sich ebenso auf Organisationen wie auch auf einzelne Menschen und deren Lebenssituationen anwenden.

 

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ResIlienz

Dieser Begriff beschreibt die psychische Widerstandsfähigkeit von Menschen und damit deren Fähigkeit Krisen zu bewältigen. Entscheidende Aspekte von ausgeprägter Resilienz sind persönliche und soziale →Ressourcen.

In der Wissenschaft werden heute sieben Faktoren genannt, die dafür entscheidend sind: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung, Netzwerkorientierung und die Fähigkeit zur Zukunftsplanung.

 

Ressourcen

Sie können vielfältig sein, hier geht der Blick vor allem auf persönliche Ressourcen. Damit sind die einem Menschen zur Verfügung stehenden Kompetenzen gemeint, um Herausforderungen, Probleme oder Krisen zu bewältigen. Dies können innere wie äußere Ressourcen sein: emotionale, biologische, intellektuelle oder soziale Aspekte sowie auch positive und ebenso negative Erfahrungswerte. Glaube und Hoffnung können weitere wichtige Ressourcen darstellen, die – je nach Situation – schützenden und fördernden Charakter haben und unsere Möglichkeiten zur Einflussnahme und Selbstwirksamkeit bestimmen.

 

Retreat

„Retreat“ bedeutet Rückzug, aber das muss nicht für eine dreijährige Auszeit als Eremit in einer abgelegenen Höhle stehen, denn die wenigsten von uns können (oder wollen) soviel Zeit investieren. Eine Tageswanderung, um den Kopf wirklich einmal komplett frei zu bekommen. Oder ein Wochenende in atemberaubender Natur. Kein Handy, kein Computer. Maximal ein Stift und Papier, um Erfahrungen und gute →Gedanken zu notieren.

So können für →Teams ganz individuelle Maßnahmen entwickelt werden, die auf den jeweiligen Entwicklungskontext ausgerichtet sind, und auch schon in wenigen Tagen spürbare und dauerhafte Veränderungen hervorbringen. Gemeinsame Erfahrungen, die verbinden und zusammenschweißen, können dabei eine großartige Basis für spätere Herausforderungen schaffen.

Und ebenso für einzelne Menschen: Ein Tag allein in der Natur, vielleicht sogar ganz in Stille ohne Smartphone oder andere Ablenkungen, kann mit einem Mal zu neuen Wahrnehmungen führen: von sich selbst und von der eigenen Umwelt. Und dass man beides eigentlich gar nicht voneinander trennen kann.

 

Rubikon-Prozess

Ein Kernbestandteil des Ein Kernbestandteil des →Zürcher Ressourcen Modells (ZRM®) ist der fünfstufige Rubikon-Prozess vom Bedürfnis bis zur Handlung. Unbewusste Bedürfnisse und Veränderungswünsche werden zunächst bewusstgemacht, es werden ein eigenes Motiv (im Sinne von Motivation) entwickelt und die persönliche Intention dahinter als Antrieb gefunden, bevor es nach einer Phase der →Ressourcen-orientieren Vorbereitung in die tatsächliche Umsetzung und Veränderung geht.

 

Selbstführung

Die Begriffe Selbstführung, Selbstmanagement und Selbstcoaching werden hier meist synonym verwendet. Natürlich sind Führung, Management und →Coaching bei weitem nicht dasselbe, jedoch ist in diesem Kontext die →Zielstellung dieselbe: Eine eigene Veränderung selbst zu initiieren und sie erfolgreich umzusetzen. Dabei geht es um weit mehr als Zeitmanagement, ebenfalls bezieht sich Selbstcoaching nicht nur auf ausschließlich berufliche Aspekte. Insgesamt wird hierunter die Fähigkeit verstanden, die eigene (Weiter-)Entwicklung selbständig zu gestalten. Dazu gehören verschiedene Aspekte wie →Zielsetzung, Motivation und Veränderungswille, Geduld und Ausdauer sowie insbesondere auch der Umgang mit eigenen →Ressourcen. Eng verbunden ist damit der Aspekt der →Selbstwirksamkeit.

 

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit kann beschrieben werden als das Vertrauen eines Menschen darin, dass er fähig ist, eine bestimmte Aufgabe erfolgreich zu erledigen. Ein Erfolgserlebnis wird dann wiederum zumeist als weiterer positiver Erfahrungswert abgespeichert und kann für zukünftige Herausforderungen als →Ressource genutzt werden. Durch eine hohe Selbstwirksamkeit beeinflusst werden wiederum →Zielsetzung, Ausdauer, Glaube an die eigene Leistungsfähigkeit und auch die →Resilienz.

 

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Social Prototyping

Das Ziel beim Social Prototyping ist es, die Entwicklung von Organisationen in Veränderungsprozessen, Krisen oder Übergängen auf ebenso strategischer wie auch pragmatischer Ebene zu unterstützen. Im Zentrum stehen die aktuellen und zukünftigen Entwicklungsthemen, das Ausprobieren der anstehenden Veränderungen, das tatsächliche Erleben der Interaktion von Menschen und das Anstoßen der dazugehörigen inneren Prozesse sowie das Aktivieren ihrer eigenen Ressourcen.

Social Prototyping vereint Methoden der Angewandten Improvisation, des Coachings und Design Thinkings, von User Experience, Systemischer Organisationsberatung und Agilem Management. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Lernforschung, Talent- und Kompetenzentwicklung fließen ebenso ein wie das Verständnis für echte Menschen.

 

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Somatische Marker

Die sogenannte "Hypothese der somatischen Marker" geht zurück auf den portugiesischen Forscher António Damásio, der hierzu in den früheren 1990er Jahren erste Studien veröffentlichte. Damásio ist Professor für Neurologie und Psychologie an der University of Southern California.

Somatische Marker sind gemäß dieser Hypothese im präfrontalen Cortex, dem sogenannten Stirnlappen, lokalisiert und Teil unseres →emotionalen Erfahrungsgedächtnisses (EEG). Die Wahrnehmung über diese Marker erfolgt entweder als Resonanzpunkt an einer konkreten Stelle im Körper oder als unspezifisches Gefühl. Dabei kann es sich um das berühmte "Bauchgefühl" handeln, das einem sagt, ob etwas gut ist oder nicht (wenn man aufmerksam "zuhört"); aber auch andere körperliche Wahrnehmungen wie zum Beispiel schnellerer Herzschlag, höherer Blutdruck oder eine Veränderung der Atemfrequenz sind möglich.

Die somatischen Marker treffen viele unserer Entscheidungen – ohne dass wir es merken. Sie sind sozusagen unser internes (und meist unbewusstes) Ampelsystem. Das heißt aber wiederum nicht, dass wir "fremdgesteuert" wären. Die Wahrnehmung unserer Marker und ihrer Signale können wir trainieren.

 

Spiegelneuronen

Diese speziellen Nervenzellen wurden bisher nur bei Primaten entdeckt. Sie veranlassen uns dazu, die Empfindungen unseres Gegenübers im gleichen Maß spüren zu können, als würden wir sie selbst erleben. Ein bekanntes Beispiel ist das eigene Gähnen, wenn wir einen gähnenden Menschen sehen, vielleicht nur hören oder ihn uns lediglich vorstellen. Bisher unbewiesen ist, ob es sich dabei um eine echte Form des Mitgefühls oder lediglich ein unbewusstes Nachahmen handelt. Spiegelneuronen sind ein wichtiger Bestandteil unseres emotionalen Lernsystems.

 

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Storytelling

„Um etwas Neues zu verstehen, ist es immer hilfreich, eine Geschichte zu erzählen.“ (Frederic Laloux)

„Eine lebendig erzählte Geschichte gewinnt die Aufmerksamkeit und Konzentration anderer Menschen leichter als eine nüchterne Ansprache. Die Zuhörer versuchen, den Handlungsablauf, den Sinn (die Metapher) zu erfassen und die darin enthaltene Weisheit zu verstehen.“ (Quelle: Wikipedia)

 

Es geht beim Storytelling nicht darum, Menschen ein Märchen zu erzählen. "Alles wird gut!", das glaubt man nicht so leicht. Aber wenn wir förmlich mitgerissen werden von den – glaubwürdigen – Visionen, die uns mit Leidenschaft und Authentizität vorgestellt werden, wenn wir die Ehrlichkeit und den Enthusiasmus mit allen Sinnen spüren, dann sind wir auch bereit diesem Menschen zu vertrauen und seinem (oder ihrem) Weg zu folgen. Dann wurde die Grundlage für eine gemeinsame Vision und Mission geschaffen. 

Oder um es mit Antoine de Saint-Exupéry zu sagen: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

 

Systemisches Coaching

Besonderer Wert wird bei dieser Herangehensweise auf die Existenz des Klienten innerhalb seiner/ihrer verschiedenen Systeme von Menschen, Strukturen und Verantwortungsbereiche gelegt. Ähnlich wie bspw. in der traditionellen chinesischen Medizin wird ein Symptom auch nicht separat, sondern immer im Gesamtzusammenhang betrachtet: Knieprobleme können von Zähnen verursacht werden, Kopfschmerzen werden am Schienbein behandelt etc. Jeder Mensch ist immer in verschiedene Systeme eingebunden, Familie, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, vielleicht im Sportverein, in einer Lesegruppe, beim Ehrenamt usw., die ihn beeinflussen können – und auch andersherum. Neben dem Verständnis solcher Wechselwirkungen ist auch die Fokussierung auf die Lösung eines Problems („Was kann geschehen, damit es nicht mehr auftritt?“) weitaus relevanter als dessen Ursache („Wie konnte das geschehen?“). Die Arbeit mit den Ressourcen der Klienten, das Entwickeln von neuen Wahl- und Entscheidungsmöglichkeiten sowie die Stärkung der Selbstwirksamkeit sind weitere zentrale Aspekte des systemischen Coachings. 

 

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Team

Ist „Team“ die Abkürzung für „toll, ein anderer macht’s“? Idealerweise nicht.

Ein Team unterscheidet sich insbesondere dadurch von einer Gruppe (aus Individuen), dass es ein gemeinsames Ziel, eine übergreifende Aufgabenstellung oder auch eine verbindende Haltung gibt.

 

Der Duden definiert ein Team als „eine Gruppe von Personen, die gemeinsam an etwas arbeiten“. Daraus ergibt sich auch der Begriff „Teamwork“. Aus dem amerikanischen Sport gibt es die Formulierung „there is no i in t-e-a-m“. Ganz so radikal muss das Team­verständnis bitte nicht gesehen werden; das Individuum hat auch in einem Team noch immer seine Berechtigung. Ein Team entsteht nicht “auf Knopfdruck”, hierzu gibt es das Modell der fünf (oder sechs) Teamphasen nach Bruce Tuckman. Und es herrscht definitiv nicht immer eitel Sonnenschein in einem Team – das muss auch gar nicht immer so sein, denn Konfliktbereitschaft ist eine der wichtigen Eigenschaften, die ein Team zusammenhalten.

 

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Teamkonto

Das "Teamkonto" ist ein hilfreiches Werkzeug, um Feedback und Austausch innerhalb eines bestehenden Teams anzuregen. Dabei wird mit "Einzahlungen" und "Auszahlungen" gearbeitet, die auch dazu dienen, das eigene Selbstbild mit dem Fremdbild des Teams abzustimmen.

 

Tetralemma

Die beiden Wortbestandteile legen es schon nahe: "Tetra" heißt vier und "Lemma" klingt deutlich nach Dilemma. Hinter dem Tetralemma verbirgt sich ein großartiges Werkzeug zur Entscheidungsfindung – und vor allem: um gleichzeitig die eigene Bandbreite an Optionen zu vergrößern. Denn häufig stecken wir fest: "A oder B? B oder A?" So kann es tagelang in unserem Kopf hin und her gehen wie bei einem Ping-Pong-Marathon.

Mit Hilfe des Tetralemmas bewegen wir raus aus dem "Schwarz-Weiß-Dilemma", denn plötzlich kommen auch noch zwei neue Farben oder zumindest weitere Graustufen ins Spiel. So kann es auch eine Kombination von A und B sein, die als dritte Option in Frage kommt. Oder – na sowas! – es gibt auf einmal auch ein C! Damit sind aus zwei schon vier Optionen geworden. Und vielleicht existieren auch D, E oder sogar F, die wir vorher überhaupt nicht als Möglichkeiten wahrgenommen hatten.

Besonders wirksam wird das Tetralemma als Werkzeug, wenn man es nicht nur im Kopf oder am Flipchart durchspielt, sondern es mit Mitteln der Systemaufstellung tatsächlich auch physisch erlebt.

 

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Tradition

In vielen Veränderungsprozessen wird „das Kind mit dem Bade ausgekippt“. Neues scheint per se gut zu sein, weil es eben neu ist. Und das Alte? Das, was bis gestern noch galt und irgendwie doch auch liebgewonnen wurde? Es liegt in unserer Natur als Menschen, dass wir Veränderungen – mindestens anfänglich – skeptisch gegenüberstehen. Und das ist auch vollkommen okay. Doch müssen wir deshalb „für immer“ an alten →Gedanken, alten Verfahren oder Gegenständen kleben?

Der Komponist Gustav Mahler hat hierzu gesagt: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers.“ Es gilt also herauszufinden, wofür ein Mensch oder eine Organisation brennt. Das ist eine entscheidende Grundlage für erfolgreiche Veränderung.

 

Transaktionsanalyse

Die von Eric Berne entwickelte und 1964 in seinem Buch „Spiele der Erwachsenen“ erstmals so benannte Transaktionsanalyse arbeitet mit drei verschiedenen Ich-Zuständen. Dieses Modell soll beim Verstehen von kommunikativen Störungen im zwischenmenschlichen Bereich helfen. Die Differenzierung in Kind-Ich, Erwachsenen-Ich und Eltern-Ich kann viele Ursachen für entsprechende Konflikte aufdecken.

 

VAKOG

Dies ist die Abkürzung für fünf unserer verschiedenen Sinne: visuell, auditiv, kinästhetisch, olfaktorisch und gustatorisch. Mittlerweile spricht die Wissenschaft sogar von insgesamt zehn Sinnen, die uns Menschen zur Verfügung stehen. Darunter fallen unter anderem unser Temperaturempfinden (Thermorezeption), unser Gleichgewichtssinn (vestibulärer Sinn) und unser Gespür für Hunger oder Durst (viszeraler Sinn).

 

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Veränderungsmüdigkeit

Gerade in modernen Organisationen wird oftmals (und gelegentlich sogar mehrfach) in jedem Kalenderjahr etwas Neues eingeführt. Oder noch viel häufiger. Neue Prozesse, neue Aufbau- und Ablauforganisationen, neue Produkte und so fort. Manchmal gehen diese Reorganisationen fließend ineinander über, so dass die Agilität der Unternehmen keine Pause findet. Dies ist häufig dem Veränderungsdruck des Wettbewerbs oder, ganz allgemein gesprochen, der Globalisierung geschuldet. Aber kommen dabei auch die Beschäftigten immer hinterher? Nicht immer. Dem gilt es Rechnung zu tragen.

 

Und das gilt haargenau so auch für Veränderungen, die sich ein einzelner Mensch als Ziel gesetzt hat. Kein Spitzensportler trainiert rund um die Uhr. Der Effekt des "Übertrainierens“ ist bei Leichtathleten, Fußballspielern, Schwimmern oder Kraftsportlern und weit darüber hinaus bekannt. Hier kommt dann der Begriff der Trainingssteuerung ins Spiel, um das richtige Maß an Effizienz und Effektivität hervorzubringen. Man spricht beispielsweise von einer „lohnenden Pause“, die ausreicht und die erforderliche Erholung bringt, um sich danach wieder mit voller Kraft und Konzentration (und Spaß) auf den Weg zur nächsten Veränderung machen zu können.

 

Wunderfrage

Die Methode der sogenannten Wunderfrage ist Bestandteil der →lösungsfokussierten Kurzzeittherapie (LOKT) und soll dabei helfen, aus dem aktuellen Problemzustand herauszukommen und den gewünschten →Zielzustand erlebbar zu machen. Der Ablauf im Überblick: Der Klient bzw. die Klientin werden eingeladen sich vorzustellen, dass „über Nacht ein Wunder geschehen“ ist. Welche →Gedanken und Emotionen sind dann anders? Und was noch? Wer außer dem Klienten/der Klientin würde ebenfalls noch bemerken, dass dieses Wunder geschehen ist? Und woran? Und wie würde sich die betroffene Person selbst dann anders verhalten? Somit kann eine sehr fundierte Vorstellung des eigenen →Zielzustands erreicht und auch persönlich erfahren werden.

 

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Ziele

„Ohne Ziel ist jeder Weg der falsche.“ (Konfuzius)

Ziele sind wichtig. Manchmal sind sie sogar überlebenswichtig. Und es ist umso wichtiger, dass man sie klar benennt, sie ausspricht oder zumindest für sich selbst zu Papier bringt.

Das Benennen von Zielen ist nicht immer leicht. Es erfordert durchaus Mut, zu den ei­­­­­­ge­­nen Zielen zu stehen und sie laut auszusprechen. Hierbei kann ein →Coach der geeignete Sparringspartner sein. Probieren Sie es aus.

 

Zirkuläre Fragen

Mit zirkulären Fragen können verschiedene Perspektivwechsel erfolgen: Was würden andere Menschen denken oder sagen? Eine beliebte Form ist hier beispielsweise die „Fliege an der Wand“: Wie würde sie sich über eine bestimmte Situation aus ihrem Blickwinkel wohl äußern? Hier kommen verschiedene Aspekte des →Konstruktivismus und des →Systemischen Coachings zusammen, den es gibt nicht die eine Wahrheit und andere Teilnehmer unserer verschiedenen Systeme haben meist auch andere Perspektiven und Wahrnehmungen – und diese können uns bei unseren Themen immer wieder helfen.

 

Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®)

Dieses Modell zum Training des →Selbstmanagements – kurz: ZRM® – wurde in den 1990er Jahren von Dr. Frank Krause und Dr. Maja Storch für die Universität Zürich entwickelt. Es wird laufend durch wissenschaftliche Begleitung auf seine nachhaltige Wirkung hin überprüft. ZRM® beruht auf neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zum menschlichen Lernen und Handeln. Es bezieht systematisch kognitive, emotive und physiologische Elemente in den Entwicklungsprozess mit ein. (Quelle: http://zrm.ch)